Nachruf auf “Wetten, dass..?”

20141212 Karikatur WettendassEnde

Markus Lanz moderiert seine letzte “Wetten, dass..?”-Sendung. Die letzte “Wetten, dass..?”-Sendung überhaupt. DIE Gelegenheit, nochmal eine gepflegte Runde “Markus-Lanz-Bullshit-Bingo” zu spielen. Großer Spaß. Sensationell.

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(Karikatur: Mario Lars)

Am Tag danach

Der Landtag in Erfurt wählte den Fraktionsvorsitzenden der Partei Die Linke, Bodo Ramelow, zum Ministerpräsidenten des Freistaats. Er ist der erste Regierungschef seiner Partei und führt eine Regierungskoalition aus Linken, Sozialdemokraten und Grünen. Bei der Opposition von CDU und AfD stieß diese Wahl erwartungsgemäß auf Kritik.

Karikatur: Mario Lars

Sag mal, E.ON…

…möchtet ihr euch etwa aus der Verantwortung stehlen? Euer eigen Fleisch und Blut verstoßen?

Hintergrund: Der größte deutsche Energiekonzern E.ON trennt sich von seinen Atom-, Gas- und Kohlekraftwerken und will sich in Zukunft auf das Geschäft mit Ökostrom und Energienetzen konzentrieren.

Die Mehrheit an der im Jahr 2016 geplanten Gesellschaft sollen die bisherigen E.ON-Aktionäre halten. Den Rest will der Versorger schrittweise an die Börse bringen. Die abgespaltene “Bad Bank” soll auch die Rückstellungen für den Abriss der Kernkraftwerke übernehmen.
ARD-Energieexperte Jürgen Döschner: “Wenn die neue Gesellschaft tatsächlich nicht wirtschaftlich arbeiten kann, insolvent wird und die Rückstellungen nicht ausreichen, dann stellt sich natürlich die Frage, wer für die zusätzlichen Kosten aufkommt. Im Zweifelsfall werden wir das sein, die Steuerzahler. Das muss sich aber erst zeigen, wenn tatsächlich 2016 der Schnitt vollzogen wird und die neue Gesellschaft an die Börse geht.”

 

Karikatur: Mario Lars

Solidarität für den Solidaritätszuschlag

Ost und West sollten eines Tages gleich aussehen. Wenn man heute durch Gelsenkirchen fährt, stellt man fest: Es ist gelungen.

Die Milliardeneinnahmen aus dem Solidaritätszuschlag sollen nach dem Willen der Ministerpräsidenten von SPD und Grünen nicht wie bislang geplant 2019 abgeschafft werden. Stattdessen wollen sie ihn weiterführen und auch den Ländern und Kommunen im Westen Deutschlands zugutekommen lassen.

Sachsens Ministerpräsident Stanislav Tillich (CDU) erinnerte an den ursprünglichen Grund für den “Soli”: Er sei dazu da, um die teilungsbedingten Lasten zu bezahlen. “Wenn man eine Steuer haben will, die dann darüber hinaus läuft, sollte man sie der Ehrlichkeit halber nicht ‘Soli’ nennen.”
Auch aus Bayern kamen eher ablehnende Äußerungen. “Wir sind skeptisch gegen eine Übernahme des Soli in die Einkommensteuer”, sagte Finanzminister Markus Söder. “Das wäre eine massive Steuererhöhung”.

 

Karikatur: Mario Lars